Big Band Sound lässt das Welterbetal grooven

In St. Goarshausen gestartet – in der nationalen Jazzszene erfolgreich: Coming Up präsentiert Musikprofis mit Wurzeln am Mittelrhein

Die Region macht sich fit für die Bundesgartenschau. Einen nicht zu überhörenden Beitrag für das kulturelle Aufblühen des Mittelrheintals liefert das große Big Band Konzert von Coming Up am 29. Mai auf der Freilichtbühne. Die Schulbigband des Wilhelm Hofmann-Gymnasiums feiert ihren 30 Geburtstag und lädt zum großen „Treffen der Generationen.“

Die Big Band unter der Leitung von Frank Reichert spielt mittlerweile in der 10 Generation und ist seit den Anfängen im Jahr 1992 ein Garant für guten Big Band Sound und eine breite musikalische Vielfalt von Rock bis Jazz. Beim Treffen der Generationen treffen sich nun über 70 ehemalige „WHG’ler“, die auch über ihre Schulzeit hinaus der Musik treu geblieben sind. Das allein verspricht schon einen musikalischen Galaabend auf der altehrwürdigen Loreley Freilichtbühne.

Einige der „Eigengewächse“ aus den Reihen der ehemaligen Schulband haben ihr Hobby zum Beruf gemacht und sind heute in der nationalen und sogar internationalen Jazzszene erfolgreich. Beim großen „Treffen der Generationen“ am Sonntag, den 29. Mai werden unter anderem folgende Profimusiker den verschiedenen Big Band Formationen ihren besonderen musikalischen Stempel aufsetzen:

Marko Mebus – Trompete

Marko Mebus startete über die Coming Up Big Band des Wilhelm Hofmann Gymnasiums und das Landesjugendjazzorchester Rheinland-Pfalz in seine Profimusikerkarriere.

Während seines Studiums an der Hochschule für Musik in Mainz spielte er im Bundesjazzorchester unter Niels Klein und Jiggs Whigham.

Er leitet diverse eigene Besetzungen und ist deutschlandweit als Solist, Leadtrompeter, Komponist, Arrangeur und Trompetenlehrer aktiv. Seit Oktober 2019 ist er Dozent für Jazztrompete am Dr. Hochs Konservatorium der Stadt Frankfurt am Main. In seiner noch jungen Karriere kann er bereits eine beeindruckende Liste von Künstlern vorweisen, mit denen er gemeinsam auf der Bühne stand. Sie reicht von Jazz-Legenden wie Klaus Doldinger und Niels Landgren über US-Grammy-Gewinner John Beasley bis hin zu Pop-Superstar Alvaro Soler.

Carl Krämer – Saxophon

Bereits während seiner aktiven Zeit in der Coming Up Big Band spielte Carl Krämer bereits in den LandesJugendJazzOrchestern Rheinlandpfalz und Saarland. Sein anschließendes Musikstudium führte ihn über Mainz an die Hochschulen für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim und später Stuttgart.

Seitdem spielt er in Mannheim und Stuttgart in verschiedensten Formationen, wie z.B. Mardi Gras, Pentatrip, Saxofonia, Square City Stompers, Mannheim Jazz Orchester, Kicks ‘n Sticks‚ Big Band 17, Natalia Rose, etc. 2019 übernahm Carl Krämer selbst die musikalische Leitung der Galapagos Bigband in Heidelberg.

Sein aktuelles Band Projekt „Carli Kream“ beschäftigt sich mit einem innovativen Umgang mit musikalischem Humor und verpackt das Ganze in einem Stil, den die Formation selbst vielversprechend als „HighEnergy-Glamour-Fusion-Jazz“ bezeichnet. Man darf gespannt sein, wie Carl diesen Gedanken in seinen Soli auf der Loreleyfreilichtbühne umsetzen wird!

Britta Schreiner – Gesang

Als Sängerin bei Coming Up gestartet, swingt und rockt Britta Schreiner seit mittlerweile rund 15 Jahren erfolgreich als eine der fünf „Femmes Vokal“ stimmgewaltig durch die Region und darüber hinaus. Mit dem Treffen der Generationen geht es für Britta zurück zu den Wurzeln. Auch Coming Up freut sich auf die besondere Ehre, ihre Frontfrau wieder begleiten zu dürfen und den satten Big Band Sound bei stimmungsvollen Balladen in einen gefühlvollen Klangteppich zu verwandeln. Gänsehaut vorprogrammiert!

Lars Reichow – „Mundwerk“

Abgerundet wird dieses hochkarätige Aufgebot von MusikerInnen aus der Region durch Musikkabarettist Lars Reichow, der das Treffen der Generationen auf der Freilichtbühne moderieren wird. Der gebürtige Mainzer ist zwar kein Absolvent des Wilhelm Hofmann Gymnasiums, fühlt sich der Region und der regionalen Jazzszene aber dennoch eng verbunden. Auch er startete als Jugendlicher in seine musikalische Karriere über die Big Band seines Vaters, spielte im LandesJugendJazzOrchester Hessen Posaune und studierte in Mainz Musik.

Als Kabarettist mit scharfer Zunge und musikalischem Feingefühl hat der „Klaviator“ als Träger des Deutschen Kleinkunstpreises schon fast alles erreicht, was man erreichen kann. Eine der letzten Lücken in seiner beeindruckenden Erfolgssammlung wird am 29. Mai geschlossen, wenn Lars Reichow zum Abschluss des Konzerts mit über 70 aktiven MusikerInnen von Coming Up die wohl größte Big Band des Landes formen wird.

Wieder da! Präsenz-Probe

Nach fast zwei Jahren sind wir wieder da!

Probe und Auftritt mit Aktiven, Nachwuchs und Ehemaligen zusammen: Es hat mehr als funktioniert, einfach wunderbar! Wir haben uns erfreut an der Musik, gefreut über das Wiedersehen und ganz besonders über die Gelegenheit für die zukünftigen Pensionäre Beate Damian, Harald Schneider und Schulleiter Thomas Guckenbiehl ein Ständchen zu spielen.

Big Band in Big Hall!

Eine große Halle für ein großes Orchester! Die braucht es und gibt es in Corona-Zeiten für Coming up, die Bigband des Wilhelm-Hofmann-Gymnasiums bei der ersten Probe nach Ende des Corona Lockdowns. „Luftiger“ Sound bei lockerer Verteilung von MusikerInnen und Tönen in der geräumigen Loreleyhalle.

Nach den Erfahrungen der Arbeit im Homeoffice mit dem „Splitscreen-Video“ von „Bad Guy“ war die erste Probe nach Monaten eine völlig neue und wegen der Abstände ungewohnte Erfahrung, die aber akustisch durchaus funktioniert hat, da die einzelnen Instrumente durch die Abstände wie mit einer akustischen Lupe erkennbar bleiben.

Und verlernt hat die Bigband-Truppe aufgrund des „Homeoffice“-Übens fast nichts. Schnell fanden alle zurück ins gemeinsame und endlich wieder zeitgleiche Spiel, dass alle sehr vermisst hatten.

Den Coronaregeln wird in der gut belüfteten Halle ebenfalls Rechnung getragen: Man fühlt sich wohl, kaum Aerosol!

Coming up Corona Session – Split Screen Video

„One, two – one, two, three four.“ Bei einer Bigband wird meistens englisch eingezählt!

In der „coronabedingten“ Ausnahmesituation der letzten Wochen und Monate konnte man auch auf die Mitglieder von Coming up „zählen“ – Die Bigband des Wilhelm-Hofmann-Gymnasium St. Goarshausen war trotz aller Widrigkeiten überaus aktiv und hat ein „Split-Screen-Musikvideo“ erstellt. Die Premiere ist am Freitag, den 03.07.2020 um 13 Uhr.

Bis heute ist kein regulärer Probebetrieb in der Schule möglich und die Zukunft der Musik AGs an rheinland-pfälzischen Schulen im kommenden Schuljahr steht noch in den Sternen.

Musikerinnen und Musiker von Coming up haben die Zeit genutzt für präzises musikalisches häusliches Üben, das im Normalbetrieb des Schulalltags immer zu kurz kommt. Dazu gehört, dass man das eigene Spiel aufnimmt und so kontrolliert. Dies geschieht um das Rhythmus und Takt zu Gefühl zu schulen, idealerweise mit einem Metronom, neudeutsch Klick genannt.

Dies sind musikalische Fertigkeiten, die sich auch Studiomusiker zunutze machen. Sie können so zeitlich oder räumlich getrennt Musik aufnehmen, die im Anschluss per Musiksoftware zusammengefügt wird zum fertigen Ergebnis.


Mit den heutigen digitalen Möglichkeiten kann dies auch im sogenannten Home-Recording von gut vorbereiteten Schülern gemacht werden. Genau das war die Idee. Zusätzlich mit Videoaufnahmen, um das Projekt für die „Außenwelt“ attraktiv zu machen und um Einblicke ins Homeoffice der Musik-AG in Corona-Zeiten zu geben.


Was hier humorvoll, leicht und locker „über die Bühne“ kommt Bedarf intensiver Vorbereitung Kommunikation bei der Abstimmung. Zweierlei lässt sich feststellen: Ohne Corona wäre dieser Zeitaufwand nicht möglich gewesen für ein solches Projekt aber ohne Corona würde ein solches Projekt unbedingt Sinn machen – eine super Vorbereitung für das „echte“ Zusammenspiel in Proben und Konzerten.


Das Video gibt ungewohnte Einblicke in die Wohnstuben der Bandmitglieder und hält und hat die Band auch gruppendynamisches Zusammenhalt gegeben.


Das Video ist auch eine schöne Kompensation für die ausgefallene Konzertreise nach Jeju/Südkorea, die Partnerregion der Verbandsgemeinde Loreley, die für August 2020 geplant war. Coming up kann seinen musikalischen Video-Gruß zum Jeju-Festival digital übermitteln, wo der Musikfilm womöglich im Rahmen des Festivals vor einem großen koreanischen Publikum präsentiert wird. Das Festival wird – je nach Infektionsgeschehen entweder nur mit koreanischen Bands oder als reines Onlineprojekt stattfinden.

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