{"id":123,"date":"2008-04-07T12:15:18","date_gmt":"2008-04-07T10:15:18","guid":{"rendered":"http:\/\/coming-up.net\/?p=123"},"modified":"2011-06-13T18:09:33","modified_gmt":"2011-06-13T16:09:33","slug":"tourbericht-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/coming-up.net\/?p=123","title":{"rendered":"Tourbericht USA"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/coming-up.net\/wp-content\/uploads\/birdlandsmall.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-124\" title=\"birdlandsmall\" src=\"https:\/\/coming-up.net\/wp-content\/uploads\/birdlandsmall.jpg\" alt=\"\" width=\"490\" height=\"367\" srcset=\"https:\/\/coming-up.net\/wp-content\/uploads\/birdlandsmall.jpg 490w, https:\/\/coming-up.net\/wp-content\/uploads\/birdlandsmall-300x224.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 490px) 100vw, 490px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Diese Reise sollte etwas besonderes werden. Sie fing auch sehr besonders an, n\u00e4mlich um 4:30 Uhr in St. Goarshausen, wo sich die Big Band des Wilhelm-Hofmann-Gymnasiums am Dienstag morgen traf um Instrumente und Equipment in den Bus einzuladen, der sie dann zum Frankfurter Flughafen bringen sollte. 23 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sowie der Bigbandleiter Frank Reichert und die Begleitlehrerin Connie Glabus-Erb freuten sich auf die Tour.<br \/>\nF\u00fcr die wenigen Raucher in der Band stellte der 8 Stunden lange Flug zuerst ein un\u00fcberwindbares Hindernis dar, doch die vorsorglich eingekauften Nikotinkaugummis zeigten Wirkung&#8230;.<br \/>\nNachdem der Flug gut \u00fcberstanden war, machten wir im Bus noch eine kleine Sightseeing-Tour durch New Yorks Stra\u00dfen, wo wir als erstes den Traffic Jam (Stau!) kennen lernten, um dann auf der mehrst\u00fcndigen Fahrt nach Lansdale (Pennsylvania) im Bus zu schlafen oder wenigstens zu entspannen.<br \/>\nIn der Christopher Dock High School, deren Chormitglieder unsere Schule regelm\u00e4\u00dfig besuchen, angekommen, bekamen wir eine F\u00fchrung durch das Schulgel\u00e4nde, was viele ins Schw\u00e4rmen geraten lie\u00df, denn so war z.B. der Kunstraum mit Mac-Computern ausgestattet und das Au\u00dfengel\u00e4nde glich einem Park, kurzum: es war eine Schule zum Wohlf\u00fchlen.<br \/>\nDanach holten uns unsere Gastfamilien ab und der Abend wurde bei den meisten mit Essen, Kaffe trinken und netten Unterhaltungen \u00e2\u20ac\u201c nat\u00fcrlich auf Englisch! \u00e2\u20ac\u201c ausgef\u00fcllt.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Morgen stellte sich heraus, dass alle Bigbandmitglieder herzlich von ihren Gastfamilien aufgenommen wurden und sich gut mit ihnen verstanden, auch wenn Unterschiede in Kultur, Religion und Lebensstil deutlich wurden.<br \/>\nNachdem sich alle ausgetauscht hatten, fuhren wir (wieder mit dem Bus, der zu dieser Zeit schon den Spitznamen Urinsteinbus verliehen bekommen hatte aufgrund der Ger\u00fcche, die aus dem Busklo drangen&#8230;) nach Philadelphia, um erst die ber\u00fchmten Treppenstufen aus dem Film Rocky hinaufzurennen und dann als einzige deutsche Schulbigband am renommierten Essential Ellington Festival an der Temple University teilzunehmen. Dort lernten wir das erste mal den Ausdruck amerikanischer Begeisterung kennen. Von allen Seiten h\u00f6rte man ein uns entgegengebrachtes nice job!, good job! oder auch sogar great job!.<br \/>\nDadurch motiviert und gut gelaunt durften wir noch an Workshops mit international bekannten Dozenten teilnehmen, was den gelungenen Tag abrundete.<br \/>\nAbends war wieder Gastfamilienprogramm angesagt und allm\u00e4hlich lernten sich Bigbandmitglieder und Gastfamilien immer besser kennen.<br \/>\nDer n\u00e4chste Tag sollte ein Tag voller Kontraste werden. Wir fuhren im immer noch \u00e2\u20ac\u017eduftenden\u00e2\u20ac\u0153 Bus nach Lancaster um die Amish People zu besuchen. Leider sahen wir diese etwas befremdlich wirkenden Menschen, die der meisten Art von Technik entsagen, nur vom Bus aus, wie sie m\u00fchsam mit Pferden ein Feld ackerten. Hier wurde von vielen ein Unverst\u00e4ndnis zu einer solchen Lebensweise deutlich. Im Anschluss an die Amish-Fahrt fuhren wir in ein Riesenrestaurant (All you can eat f\u00fcr 11 Dollar) und wir hatten zum Essen nur eine halbe Stunde Zeit&#8230;um dann direkt danach mit vollen B\u00e4uchen im Bus zu King of Prussia, der gr\u00f6\u00dften Shopping Mall an der Ostk\u00fcste, zu fahren. Darin konnte man sich wahnsinnig gut verlaufen, stellen Sie sich einfach 10 L\u00f6hrcenter auf einem Haufen vor, so gro\u00df war das.<br \/>\nHier wurden dann Klamotten, schrille Mitbringsel oder auch noch schnell ein Trafo f\u00fcr das Effektger\u00e4t der Gitarre gekauft, damit der Auftritt in der Christopher Dock Highschool am n\u00e4chsten Tag auch gelingen konnte.<br \/>\nAlso probten wir am n\u00e4chsten Morgen in der Schulhalle, um dann ein Konzert f\u00fcr die ganze Schule zu geben, was ein voller Erfolg war. Sie mochten unsere Musik, und sie mochten uns.<br \/>\nBeim gemeinsamen Mittagessen in der Schulcafeteria wurden Kontakte gekn\u00fcpft und wir lernten den amerikanischen Unterricht kennen, der etwas lockerer war als gew\u00f6hnlich, da es f\u00fcr die Amis der letzte Schultag vor den Ferien war.<br \/>\nAbends durften wir eine Highschool-Party miterleben, denn eine Gastfamilie lud kurzerhand alle Mitglieder unserer Band sowie Sch\u00fcler der Highschool zu einer Fete ein.<br \/>\nEs war ein netter Abend, bei Cola, Limo und anderen mindestens 70% Zucker enthaltenden Getr\u00e4nken wurde sich unterhalten und gut am\u00fcsiert. Wir waren uns sicher, an diesem Abend noch einen Zuckerflash zu bekommen, er blieb jedoch aus, vielleicht, weil wir uns beim Air-Hockey oder Guitar Hero spielen so verausgabt hatten&#8230;<br \/>\nMit diesem sch\u00f6nen Abend endete unsere Zeit in Lansdale und wir machten uns am n\u00e4chsten Tag weiter auf den Weg nach New York!<br \/>\nDas Hotel war super (mit Kaffeemaschine im Bad und Eisw\u00fcrfelautomat im Flur&#8230;) und alle genossen die kleinen aber feinen Zimmer, die sogar mit Flachbildfernsehern ausgestattet waren.<br \/>\nUnser erster Programmpunkt lautete Empire State Building, um diese riesige Stadt auch einmal von oben sehen zu k\u00f6nnen. Mit dem Leitspruch Survival of the fittest wurden wir in von unserem davoneilenden Chef daran erinnert, nicht zu tr\u00f6deln und immer auf der Hut zu sein \u00e2\u20ac\u201c zum Beispiel vor den Ampeln, die fast keinen Einfluss auf den Verkehr hatten und vor dem Qualm, der aus den den Gullis emporstieg..<br \/>\nDann waren wir oben! Die vielen Warteschlangen und Sicherheitsvorkehrungen hatten sich gelohnt! Der Ausblick war beeindruckend denn New York ist so riesig!!!<br \/>\nAuch den Timesquare machten wir unsicher.<br \/>\nNach allgemeiner Verwirrung und Orientierungslosigkeit in den ersten 10 Minuten hatten wir die H\u00e4lfte der Leute von unserer Kleingruppe auch schon verloren&#8230;das war auch mal eine Erfahrung wert! Abends merkten wir schnell, dass in New York f\u00fcr Leute unter 21 Jahren nicht so viel los ist. Also f\u00fcr uns auch nicht. Nachdem wir n\u00e4mlich vergeblich versucht hatten, mit 25 Leuten, davon 23 unter 21, in s\u00e4mtliche Jazzclubs oder Kneipen zu kommen, endete der Abend im Starbucks Cafe, in das wir wenigsten reinkamen.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag machte uns das Wetter zu schaffen. Regen und St\u00fcrme machten nicht nur den Plan, Chinatown zu besichtigen, zunichte, sondern erschwerten uns auch das Shoppen und nicht zuletzt den Weg zum Birdland Jazz Club, in dem wir noch auftreten sollten. Wir haben n\u00e4mlich festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, in NY ein freies Taxi zu bekommen (auch wenn das in allen Filmen immer so dargestellt wird!) und so mussten wir ca. 10 Blocks (aber gef\u00fchlte 50 Blocks) vom Hotel aus, vollgepackt mit Instrumenten und Equipment, zum Birdland latschen. Und das bei Regen, Wind und Eisesk\u00e4lte!<br \/>\nDaf\u00fcr war der Auftritt im Birdland umso besser. Ein bisschen ehrf\u00fcrchtig waren wir ja schon, in einem so legend\u00e4ren Jazz Club spielen zu d\u00fcrfen, laut Charlie Parker: The Jazz Corner of the World!<br \/>\nDoch nach dem Auftritt konnten wir sagen: Wir haben das Birdland gerockt! Eine Gruppe von Highschoolsch\u00fclern machte n\u00e4mlich derma\u00dfen Stimmung, dass wir uns so richtig gut f\u00fchlten und auf der B\u00fchne alles gaben. Abends genossen wir dort noch das Konzert des Chico OFarrils Afro-Cuban Jazz Orchestra.<br \/>\nDie Erlebnisse dieses Tages stellten wohl den H\u00f6hepunkt der gesamten Tour dar.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag wurde die Zeit bis zum Abflug mit Sightseeing im B\u00f6rsenviertel an der S\u00fcdspitze von Manhatten und dem Stadtteil Chinatown \u00fcberbr\u00fcckt, ja und dann wurden wir auch schon zum Flughafen gebracht. Alles in allem war es eine lustige, gelungene Tour mit vielen neuen Eindr\u00fccken f\u00fcr unsere Band.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/coming-up.net\/wp-content\/uploads\/trlcup.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-135\" title=\"trlcup\" src=\"https:\/\/coming-up.net\/wp-content\/uploads\/trlcup.jpg\" alt=\"\" width=\"495\" height=\"2\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fcoming-up.net%2F%3Fp%3D123&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Reise sollte etwas besonderes werden. 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